|
vita 1 2
Julian Prégardien, 1984 in Frankfurt geboren, begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 7 Jahren bei der Limburger Dommusik. Bis zum Beginn seines Gesangstudiums, das er 2005 bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Musikhochschule Freiburg aufnahm, sang er außerdem in verschiedenen professionellen Vokalensembles, darunter das Collegium Vocale Gent und der Kammerchor Stuttgart.
Bereits während des Studiums erarbeitete er sich eine rege Konzerttätigkeit in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. 2005 arbeitete Julian Prégardien erstmals mit Philippe Pierlot und seinem Ricercar Consort zusammen. Im Mai 2006 debütierte er mit Bach-Kantaten im Concertgebouw Amsterdam. Die im Frühjahr 2006 gemeinsam mit dem Kammerchor Saarbrücken und Georg Grün für den Carus-Verlag eingespielte Aufnahme von Michael Haydns Requiem in c moll wurde 2007 mit dem MIDEM Classical Award ausgezeichnet. 2007 war außerdem das Jahr seiner ersten Opernproduktion, der Erstaufführung von Fredegunda (Reinhard Keiser) am Prinzregententheater München.
Ebenfalls in diesem Jahr war er das erste Mal zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen. Die im Herbst 2007 entstandene Live-Aufnahme von Buxtehudes Membra Jesu Nostri (gemeinsam mit La Chapelle Rhénane) gewann 2009 einen Orphée d'Or.
Im Sommer 2008 war der junge Tenor Mitglied der Académie Européenne de Musique des Festival d'Aix en Provence und wurde in Folge dessen für eine Tournée mit Joseph Haydns L'infedeltá delusa (Le Cercle de l'Hamonie, Jérémie Rhorer) engagiert. Mit dieser Produktion gastierte er seit Dezember 2008 u.a. an der Opéra de Monte Carlo, dem Teatro Arriaga de Bilbao und beim Musikfest Bremen.
Weitere Höhepunkte des Jahres 2008 waren ein Konzert mit Schuberts As-Dur-Messe beim Folle Journée de Nantes mit Direkt-Übertragung auf Arte und France Musique, die erste Zusammenarbeit mit René Jacobs (Innsbrucker Festwochen), sowie Konzerte mit den Hamburger Symphonikern unter Andrey Boreyko in der Laeiszhalle Hamburg und mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Marcus Creed in der Tonhalle Zürich.
Im November 2008 sang Julian Prégardien mit Il complesso barocco unter der Leitung von Alan Curtis C.W. Glucks Ezio am Theater an der Wien und wurde daraufhin von Intendant Bernd Loebe an die Oper Frankfurt engagiert.
Im Jahr 2008 begann außerdem die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Götz Payer. Das Duo war 2008 "Junge Elite" der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und 2009 "Jeune Étoile" des Menuhin-Festivals Gstaad. Im Jahr 2009 nahmen sie außerdem ihre erste CD-Einspielung vor: Im Rahmen des Benefiz-Projekts Wiegenlieder von Carus-Verlag und SWR 2 haben sie Franz Schrekers "Wiegenliedchen" aufgenommen. Auch beim ausverkauften Wiegenliederabend am 15.12.2009 in der Staatsoper Stuttgart, der auf SWR2 und HR2 ausgestrahlt wurde, musizierte das Duo neben weiteren Stücken "ihr" Wiegenlied.
Während der ersten Hälfte des Jahres 2009 arbeitete Julian Prégardien erneut mit Alan Curtis, René Jacobs und Philippe Pierlot zusammen, er debütierte mit J. Haydns Jahreszeiten in der Kölner Philharmonie, sang Haydns Schöpfung mit dem Orchestre de Chambre de Genève (Patrick Lange), war erneut zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen und gab ein Händel-Recital mit Mitgliedern des Barockorchesters La Scintilla.

Pressestimme zu Die Schöpfung
"Vorab Julian Prégardien, der mit seinen 24 Jahren über einen makellos reinen und expressiven Tenor verfügt.
Mit mustergültiger Wortdeutlichkeit und einer Präsenz sondergleichen interpretierte er in Haydns Schöpfung seinen Part als Uriel."
Pressestimme zu Die Jahreszeiten
"Ein edel timbrierter Tenor und Legato-Lyriker erster Güte"
|