Julian's Biografie
 
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Julian Prégardien
2011/2012
Der junge deutsche Tenor erregt in letzter Zeit auf der Opernbühne, dem Konzertpodium und im Kammermusiksaal gleichermaßen Aufsehen.
   
Seit 2009 ist er festes Ensemble-Mitglied an der Oper Frankfurt. Seither war er dort in verschiedenen Premieren und Wiederaufnahmen auf der Bühne zu erleben. Hervorgehoben seien seine Interpretation des Novice in B. Brittens „Billy Budd“, des Tamino in W. A. Mozarts „Zauberflöte“ und erst kürzlich, an der Seite Anne Sofie von Otters, des Jason in M. A. Charpentiers „Medée“. Außerdem ist er dem Festival d’Aix en Provence auf besondere Art verbunden: Im Sommer 2008 war er Mitglied der Académie Européenne de Musique; in Folge dessen sang er 20 Vorstellungen der Festival-Produktion von J. Haydns „L’infedeltà delusa“ an Opernhäusern wie der Opéra de Lille, der Opéra de Monte Carlo, dem Grand Théatre de Luxembourg und dem Teatro Arriaga de Bilbao; im Sommer 2012 kehrt er für eine Neu-Produktion von W. A. Mozarts „La Finta Giardiniera“ zum Festival zurück.

Im Konzertbereich konnte sich Julian Prégardien vor allem als Bach-Interpret bereits eine hervorragende Reputation ersingen. Davon zeugen in erster Linie eine 2010 erschienene Einspielung der Johannespassion, bei der er den Evangelisten „klangschön erzählend“ (FonoForum 08/10) gestaltet, aber auch Auftritte im Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, dem Theater an der Wien und dem Prinzregententheater München. Regelmäßige Engagements verbinden ihn z.B. mit Concerto Köln und dem Collegium Vocale Gent, aber auch mit großen Dirigenten wie Kent Nagano und Sebastian Weigle. Sein Repertoire umfasst neben den geistlichen Werken J. S. Bachs unter anderem auch Werke des Frühbarock und die Oratorien J. Haydns und F. Mendelssohn-Bartholdys.

Einladungen zu den Nachwuchsreihen des Heidelberger Frühlings, des Menuhin-Festivals Gstaad, des Rheingau-Musikfestivals und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2008 bis 2010 sind die Basis für Julian Prégardiens kammermusikalisches Wirken, das ihn inzwischen schon u.a. in die Kölner Philharmonie und zu den Festivals von Edinburgh und Schwetzingen führte.

Neben Lied-Programmen mit Klavier-Begleitung – seine festen Partner sind Götz Payer und Michael Gees – setzt der Sänger mit Vorliebe auch besondere Programm-Ideen um: So entstand gemeinsam mit dem Gémeaux Quartett eine Bearbeitung des Heine-Liederkreises opus 24 von Robert Schumann, in Planung ist eine Zusammenarbeit mit dem Morgenstern-Trio zum Jubiläum des Dichters Christian Morgenstern.

Seine musikalische Ausbildung erhielt der 1984 in Frankfurt geborene Sänger im Elternhaus und bei der Limburger Dommusik, in professionellen Kammerchören und an der Musikhochschule Freiburg.